Interessenkreis behinderter Menschen
Darmstadt-Dieburg e.V.

Aktuell


20.01.2012 / Spielplatz auch für Behinderte
11.01.2012 / Behinderte mehr einbeziehen
08.10.2011 / Rolli-Reporter testen Heim
27.08.2011 / Darmstadt – keine Stadt für Rollstuhlfahrer
04.08.2011 / Im Fall Timo bleibt das Ministerium hart
30.06.2011 / Flash ist mein bester Freund
02.06.2011 / Wheelmap macht Menschen im Rollstuhl mobil
27.05.2011 / Das hätte ich sonst nie kennen gelernt
26.05.2011 / Die Wunschliste ist lang
24.05.2011 / Wegen aus der Armut
24.05.2011 / Erste Hilfe für Rat suchende Familien
08.04.2011 / Das ist eine absolute Mogelpackung
08.04.2011 / Ein Ohr für Belange von Behinderten
05.04.2011 / Vor dem Einsteigen habe ich Bammel
31.03.2011 / Behinderten-Forum
30.03.2011 / Behinderte als Opfer sexueller Gewalt
03.03.2011 / Kleine Wohngruppen für Behinderte
12.01.2011 / Die letzten Barrieren sollen fallen
12.01.2011 / Reisebegleitung für Alte und Behinderte
23.12.2010 / Wenn es rundherum still wird
13.12.2010 / Eine Stadt voller Hindernisse
21.08.2010 / Hockey im Elektrorollstuhl
10.08.2010 / Steht der Fahrdienst vor dem Aus?
07.08.2010 / Parken: Änderungen bei Ausweisen für Behinderte
03.08.2010 / Ohne Erschwernisse zum Einkaufen
27.08.2010 / Wenn der Weg zum Problem wird
09.07.2010 / Barrierefreiheit: Betroffene beraten die Stadt
29.06.2010 / Chancen für einen CAP-Markt
20.05.2010 / Babenhausen ohne Barrieren
26.02.2010 / Landkreis Darmstadt-Dieburg will die inklusive Schule
20.02.2010 / Rillen und Noppen leiten Blinde

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20.01.2012 Spielplatz auch für Behinderte
DARMSTADT. Die gleichberechtigte Teilhabe behinderter Menschen war Thema eines Infoabends der Grünen. Es ging um die Inklusion in der Schule – aber auch um Darmstadts ersten barrierefreien und integrativen Spielplatz, der derzeit am Steinbrücker Teich ... / mehr

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11.01.2012 / Behinderte mehr einbeziehen
WEITERSTADT. Um die UN-Konvention vor Ort nachhaltig umzusetzen, hatte die Alternative Liste (ALW) einen solchen Aktionsplan beantragt. Der Sozialausschuss hat nun die Anregung einstimmig befürwortet.... / mehr

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08.10.2011 / Rolli-Reporter testen Heim
Aktion: Reinheimer Bürgergemeinschaft sieht sich bei „Gersprenz“ um und gibt Anregungen.... / mehr

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27.08.2011 / Darmstadt – keine Stadt für Rollstuhlfahrer
Selbsterfahrung: Krankenpflege-Schülerinnen schlüpfen probeweise in die Rolle von Gehbehinderten.
Um herauszufinden, ob Gehbehinderte in der Darmstädter Innenstadt als Verkehrsteilnehmer und Kunden gut klarkommen, gibt es zwei Möglichkeiten:... / mehr

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04.08.2011 / Im Fall Timo bleibt das Ministerium hart
Auf seinen Begleithund „Flash“ kann sich Timo Rödig (10) aus Habitzheim in jeder Situation verlassen. Vom hessischen Kultusministerium fühlt sich Timos Mutter hingegen im Stich gelassen... / mehr

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30.07.2011 / Flash ist mein bester Freund
Tier-Therapie: Pudel begleitet den behinderten Timo aus Habitzheim - Verein „Aktive Lebenshilfe mit Hun-den“ aus Höchst verfolgt spezielles Integrationskonzept... / mehr

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02.06.2011 / Wheelmap macht Menschen im Rollstuhl mobi
Wheelmap.org ist eine Online-Karte für rollstuhlgerechte Orte. Jeder kann ganz leicht über die Internetseite oder über ein iPhone Orte finden, eintragen und verändern – wie bei Wikipedia... / mehr

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27.05.2011 / Das hätte ich sonst nie kennen gelernt
Soziales: Patrick Wesch ist einer der letzten Zivildienstleistenden – Betreuung eines schwerstbehinderten Schülers... / mehr

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26.05.2011 / Die Wunschliste ist lang Bilanz: Seit gut einem Jahr ist Norbert Baron als ehrenamtlicher Behindertenbeauftragter in Weiterstadt tätig... / mehr

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24.05.2011 / Wege aus der Armut
DARMSTADT-DIEBURG: Die Frage, ob es überhaupt „Wege aus der Armut“ für Hartz- IV- Empfänger, Jugendliche ohne Schulabschluss, allein erziehende Mütter oder „Aufstocker“ geben kann, beantwortete Sozialdezernentin Rosemarie Lück (SPD)... / mehr

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24.05.2011 / Erste Hilfe für Rat suchende Familien
Pflegestützpunkt: Neues Beratungsangebot von Landkreis und Pflegekassen startet im Landratsamt Dieburg... / mehr

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08.04.2011 / „Das ist eine absolute Mogelpackung“
Bildung: Experten diskutieren im Landtag über neues Schulgesetz – Großer Streitpunkt ist das Thema Inklusion... / mehr

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08.04.2011 / Ein Ohr für Belange von Behinderten
PFUNGSTADT. Andrea Soeder löst in Pfungstadt Wolfgang Muck im Amt des kommunalen Behindertenbe-auftragten ab... / mehr

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05.04.2011 / Vor dem Einsteigen habe ich Bammel
Wie ist das eigentlich, wenn man den Bus unbedingt noch kriegen will, als Sehbehinderter aber nicht mit ent-sprechenden Hilfen zur Haltestelle geleitet wird? Wenn der Bus zwar für einen Rollstuhl abgesenkt werden kann, aber die Haltestelle dafür nicht ausgebaut ist? In Weiterstadt haben Senioren zusammen mit dem Behin-dertenbeauftragten den öffentlichen Nahverkehr getestet... / mehr

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31.03.2011 / Behinderten-Forum
„Nichts über uns ohne uns“
Behinderten-Forum: Menschen mit Handicap im Landkreis sollen mit entscheiden können ... / mehr
30.03.2011 / Behinderte als Opfer sexueller Gewalt
Jahresempfang: „Wildwasser“ öffnet sich neuer Klientel – Blindenschrift, Barrierefreiheit ... / mehr

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03.03.2011 / Kleine Wohngruppen für Behinderte
„Warum muss ich in einem Heim leben, nur weil ich behindert bin?“ Diese Frage stellten sich immer mehr Bewohner der Nieder-Ramstädter Diakonie (NRD), berichtet Vorstandsvorsitzender Walter Diehl. Das Sozial-unternehmen trägt dieser Entwicklung nun Rechnung und bietet verstärkt dezentral Wohngruppen in Wohnvier-teln der Region an... / mehr

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12.01.2011 / Die letzten Barrieren sollen fallen
Behinderte pochen auf Teilhabe von Anfang an - Schub durch UNO-Konvention - Minister Grüttner zu Besuch... / mehr

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12.01.2011 / Reisebegleitung für Alte und Behinderte
Darmstädter Einrichtung wird „Mobile Bahnhofsmission“ - Zentrale Koordinationsstelle für ganz Hessen... / mehr

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23.12.2010 / Wenn es rundherum still wird
Mit einer Hörschädigung unter Normalhörenden zu leben, ist nicht immer einfach. Das weiß Petra Blochius aus Lützelbach aus eigener Erfahrung. Die Erziehungswissenschaftlerin ... / mehr.....

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13.12.2010 / Eine Stadt voller Hindernisse
Behinderte Menschen: Ein Rundgang mit dem CBF in Darmstadt zeigt, dass selbst Neubauten nicht barrierefrei gestaltet sind. / mehr.....


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21.08.2010 / Hockey im Elektrorollstuhl Ein Rollstuhlfahrer saust vorbei und jagt einem kleinen Ball hinterher. Er steuert direkt aufs Tor zu - und das mit einer Geschwindigkeit von zehn Stundenkilometer. Es handelt sich hierbei um Elektrorollstuhl-Hockey, eine Sportart, die von Körperbehinderten ausgeführt wird und viel Tempo, Taktik und Technik abverlangt. / mehr.....

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10.08.2010 / Steht der Fahrdienst vor dem Aus?

Behindertenhilfe: Reinheimer Bürgergemeinschaft fürchtet das Ausbleiben von Zivildienstleisten-den - Brief an Abgeordnete / mehr.....

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07.08.2010 / Parken: Änderungen bei Ausweisen für Behinderte

Verkehr: Kreis weist auf Neuregelung hin - Ab kommendem Jahr einheitliche Gestal-tung in Europa / mehr......

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03.08.2010 / Ohne Erschwernisse zum Einkaufen

Keine Absperrungen gibt es mehr an der Fußgängerunterführung in Richtung Babenhäuser Innenstadt. Zudem wurde die Neigung des Zugangswegs verringert. Foto: Stadt Babenhausen / mehr.....

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27.07.2010 / Wenn der Weg zum Problem wird

Hindernisse – meist unüberwindbar – lauern für gehbehinderte Menschen überall, auch in Babenhausen. Karola Reichmann und Margarete Weinzetl sitzen beide im Rollstuhl. Und das schon lange genug, um sich auszukennen. Doch vor Borsteinkannten und Stufen müssen auch die beiden erfahrenen Frauen zwangsmäßig Halt machen. Von Katrin Görg / mehr......

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09.07.2010 / Barrierefreiheit: Betroffene beraten die Stadt
Behindertenbeauftragte: Zwei Mitglieder des Vereins CBF achten beim Planen und Ausführen auf barrierefreies Bauen

DARMSTADT.

Vorbildlich aus Sicht behinderter Menschen ist dieser Aufzugsanbau hinter dem Alten Rathaus. Dort könnten auch Rollstuhlfahrer heiraten, freut man sich beim CBF. Foto: Claus Völker
Da ist die Sache mit dem Haken, den Rollstuhlfahrer und andere in ihrer Mobilität eingeschränkte Menschen von der Heag bekommen sollen. Mit diesem Instrument können Behinderte oder ihre Begleiter eine Rampe an Straßenbahnen ausklappen und so die Tram benutzen. Der Fahrer hat dafür nicht immer Zeit oder der Haken fehlt im Fahrzeug.
Allerdings ist gut gemeint oft das Gegenteil von gut. Beim Club der Behinderten und ihrer Freunde Darmstadt (CBF) konnte man am Donnerstag über diese Idee nur den Kopf schütteln. ,,Aus Unerfahrenheit gibt es oft unglückliche oder umständliche Lösungen", warb Norbert Stoll, Leiter des Straßenverkehrs- und Tiefbauamtes, um Verständnis.
Damit es künftig bessere Problemlösungen gibt, hat die Stadt dem CBF die Funktion des Behindertenbeauftragten für Verkehrswege und Bauwerke übertragen; bisher war dafür eine Mitarbeiterin der Sozialverwaltung zuständig. Als Bauingenieure und langjährige Mitglieder des CBF nehmen seit Anfang Juni Alfred Konhäuser und Michael Müller diese Funktion wahr.
Zu ihren Hauptaufgaben gehören die Beratung, Prüfung und Beurteilung von Planungen in allen Fragen der Barrierefreiheit von Verkehrswegen und Bauwerken. Auch die Organisation und Protokollierung von Besprechungen und Ortsterminen liegt in ihren Händen.
Mit der Übertragung setze die Stadt Zielsetzungen aus dem Magistratsbeschluss vom 1. Juli 2009 zur Stärkung der Teilhabe behinderter Menschen um, wie sie bereits im Hessischen Gesetz zur Gleichstellung behinderter Menschen und weiterer Gesetze angelegt seien, erklärten die Stadträte Dieter Wenzel (Bau) und Jochen Partsch (Soziales).
Die Jugendherberge wurde vor wenigen Jahren gründlich saniert; barrierefrei zugänglich ist sie aber immer noch nicht. Foto: Claus Völker
,,Jeder kann im Rollstuhl landen", sagte Georg Storck vom CBF-Vorstand und verwies auf die demografische Entwicklung: ,,Da wir immer älter werden, steigt die Gefahr, persönlich betroffen zu werden." Die Förderung der Mobilität durch Abbau von Barrieren sei schon seit fast 40 Jahren Hauptanliegen des CBF. Er freue sich, dass nun auch fachlich versierte Berater am Werk seien und nicht nur Sozialpädagogen.
Storck berichtete, dass er schon bei der ersten rot-grünen Landesregierung 1984 mit anderen in Gremien für die Ziele des CBF gekämpft habe. Als Erfolg wertete er gesetzliche Bestimmungen, wonach es manche Landesmittel nur noch bei barriere freiem Bauen gebe. Dies sei ein starkes Druckmittel. Konhäuser erinnerte an das harte Ringen mit dem Bauverein. Lange Zeit habe sich die städtische Tochtergesellschaft geweigert, behindertengerecht und barrierefrei zu bauen, habe allenfalls einzelne Wohnungen entsprechend herrichten wollen.
Während Partsch durch die Übertragung der Aufgaben des Behindertenbeauftragten an den CBF vor allem die Planungs- und Beteiligungskultur gestärkt sah, sagte Stoll, die Arbeit werde nun professioneller. Geplant seien mindestens zwei feste Termine pro Jahr, an denen Behinderte beim CBF zusammenkommen sollen, um gemeinsam nach der besten Lösung zu suchen. Dass dies nicht so einfach ist, verdeutlichte Wenzel am Beispiel der Rillensteine und -platten auf Gehwegen, die Blinden die Orientierung erleichtern, aber Rollstuhlfahrern Probleme bereiten.
Stoll stellt sich vor, dass gemeinsam Musterlösungen entwickelt werden: ,,Hat man einen beispielhaften Straßenübergang, kann man den ja immer wieder so anlegen." Innerstädtische Fortbildungen sollen solche Standards fördern.
Darmstadt sei nach Frankfurt erst die zweite hessische Großstadt, die einen von der Verwaltung unabhängigen Behindertenbeauftragten habe, lobte Alexander Cieslawski von der CBF-Landesarbeitsgemeinschaft. Er warnte vor Insellösungen und empfahl, den Kontakt mit Beauftragten aus der Umgebung zu suchen. ,,Es nutzt nichts, wenn Sie als Behinderter mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Dieburg kommen, aber von dort nicht mehr weiter."
Laut Müller steht eine Einladung an seine Kollegen aus der Region schon auf dem Programm. Man werde natürlich auch die Kooperation mit dem Bündnis für Menschen mit Behinderung in Stadt und Landkreis suchen.
Behindertenbeauftragte: Michael Müller (links) und Alfred Konhäuser Foto: Claus Völker
Er wies darauf hin, dass es nicht nur um Probleme Behinderter gehe. Viele Sachen seien nicht nur nicht behinderten-, sondern generell nicht menschengerecht. So habe eine japanische Studie ergeben, dass viele Türschlösser zu hart schlössen. Sie seien für kräftige Männer ausgelegt, nicht aber für Alte und Frauen.
Dass das Ringen um Verbesserungen ein langer, zäher Kampf sei, verdeutlichte Konhäuser mit der Feststellung: ,,Wir haben mittlerweile schon die dritte Generation von ICE-Zügen. Aber noch immer müssen sich
Reisende mit Behinderung anmelden, damit man ihnen in den Bahnhöfen helfen kann. Ein- und Ausstiegshilfen direkt im Zug fehlen noch immer."

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29.06.2010 / Chancen für einen CAP-Markt?
Initiative: SPD Fischbachtal setzt sich für einen Laden ein, in dem wie in Höchst Menschen mit Handicap arbeiten

FISCHBACHTAL.

Schon einige Monate beschäftigt sich die SPD in Fischbachtal mit dem Konzept der CAP-Lebensmittelmärkte, um auszuloten, ob sich ein solches Modell auch in der Gemeinde umsetzen lässt. Der Name CAP ist abgeleitet von HandiCAP. Es handele sich dabei um eine Supermarktkette mit integrativem Schwerpunkt beim Personal.

Die Beschäftigung und Integration von Menschen, die durch eine Behinderung oder psychische Erkrankung auf dem ersten Arbeitsmarkt geringere Chancen haben, in einem normalen, alltäglichen Arbeitsumfeld, steht bei CAP im Vordergrund. ,,Sie füllen Regale auf, arbeiten an der Frischwarentheke, bedienen die Kasse und sind im Service des Cafés im Markt eingesetzt. Davon konnten wir uns bei unserem Besuch in Höchst, wo ein solcher Laden bereits erfolgreich betrieben wird, persönlich überzeugen", berichtet Jürgen Schmelzle (SPD). Außerdem schaffe das Konzept auch Arbeitsplätze für Menschen ohne Behinderung, die gemeinsam mit den Menschen mit Handicap im Markt beschäftigt sind.

Jetzt hat die SPD die parlamentarische Initiative ergriffen. Nach positiven Vorzeichen sieht sie die Möglichkeit, mit der Einrichtung eines CAP-Lebensmittelmarktes in der Gemeinde die wohnortnahe Grundversorgung der Bevölkerung im ländlichen Raum und damit auch in Fischbachtal zu sichern.

Der Gemeindevorstand soll prüfen, so ein Antrag der Fraktion, ob sich Möglichkeiten bieten, einen solchen Markt in Fischbachtal anzusiedeln. ,,Gerade in kleinen Ortschaften ist durch die Schließung der Tante-Emma-Läden die Versorgung der Menschen mit Artikeln des täglichen Bedarfs nicht mehr gewährleistet. Ein wohnortnaher Lebensmittelmarkt und die Möglichkeit, Kontakte beim Einkauf zu pflegen, danach vielleicht noch eine Tasse Kaffee im Markt zu trinken und ein Schwätzchen zu halten, verbessere nachhaltig die Lebensqualität. Das gehört auf dem Dorf nach Auffassung der Sozialdemokraten einfach mit dazu", so die SPD-Ortsvereinsvorsitzende Petra Messerschmidt.

Zusätzlich biete das CAP-Konzept einen Einkaufs- und Lieferservice, von dem gerade ältere Menschen profitieren könnten. Sie werden auf Wunsch beim Einkauf im Markt von einem Mitarbeiter begleitet oder die Ware wird nach Hause geliefert.

All diese Kriterien, zum einen die Sicherstellung der wohnortnahen Grundversorgung mit Lebensmitteln und zum anderen die Integration von Menschen mit Behinderung sowie die Schaffung von Arbeitsplätzen für Menschen ohne Behinderung und der Einkaufs- und Lieferservice des CAP-Konzeptes, könnten die örtliche Infrastruktur verbessern, heißt es aus dem Vorstand.

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20.05.2010 / Babenhausen ohne Barrieren

Behinderte und Bürgermeisterin vereinbaren nächste Schritte

Zu einer Fülle von Fragen und Vorschlägen hatte der „Interessenkreis Behinderter Dieburg und Umgebung e.V.“ /(IKD) mit Sitz in Babenhausen Bürgermeisterin Gabi Coutandin in ihre aktuellen Sitzung eingeladen. Im Mittelpunkt standen dabei Alltagsprobleme und Themen rund um ein selbstbestimmtes Leben.

Margarete Weinzetl vom IKD schilderte, wie beschwerlich es für Rollator-Nutzerinnen oder Rollstuhl-Fahrer ist, sich auf stark gekiesten Wegen der Friedhöfe zu bewegen. Mittelfristig sollten dort ein bequemeres Vorankommen möglich werden – so wie im neu hergerichteten Herrengarten. Die noch fehlende Behindertentoilette im Schwimmbad wurde angesprochen; generell müssten sich Behinderte so manches mal erst einen Schlüssel für die Toilette besorgen, in anderen Fällen könnten sie nicht abschließen.
Karola Reichmann wies am Beispiel der kleinen Unterführung darauf hin, dass es trotz Rampen bei starkem Gefälle nicht möglich ist, die Rampe auch zu nutzen. Der erforderliche Kraftaufwand und die Gefahr, bei Unachtsamkeit einen Unfall zu erleiden, sei einfach zu groß. Dort fehlt auch eine Bordsteinabsenkung, wie sie an zahlreichen anderen Stellen bereits erfolgt sind. Auch Geländer sollten an allen Rampen vorhanden sein, um ein Abkippen zu verhindern.
Weitere Anliegen waren u.a. der barrierefreie Zugang zu Sporthallen und zu Arztpraxen.

Die Bürgermeisterin sagte zu, diese Anliegen in der Verwaltung zu besprechen mit dem Ziel, diese schrittweise abzuarbeiten und weiterführende Ideen als Denkanstoß zu nutzen. Außerdem regte sie einen „Runden Tisch“ oder Beirat zum demografischen Wandel an. „Unser erklärtes Ziel ist, dass alle Menschen möglichst bis ins hohe Alter an Gemeinschaft und Geselligkeit teilhaben können. Die Erschwernisse der Behinderten sind auch die Beschwernisse in einer älter werdenden Gesellschaft. Wir sollten unsere städtische Infrastruktur daraufhin überprüfen, in welchen Bereichen sie diesen Erfordernissen angepasst werden muss – angefangen von den Gehwegen auf den Friedhöfen über sichere Mobilität bis hin zu Dienstleistungen und kulturellen Angeboten. Dafür brauchen wir die Erfahrung und die Fachkompetenz der Älteren und Behinderten und die entsprechende Sensibilität in Politik und Verwaltung.“ Die Einrichtung eines Runden Tisches stehe im 2. Halbjahr auf der Agenda.

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26.02.2010 / Landkreis Darmstadt-Dieburg will die inklusive Schule

Unterricht: Behinderte und Nicht-Behinderte sollen miteinander lernen - Grüne laden nach Groß-Umstadt, und viele kommen.

Geht es nach dem Willen des grünen Kreis-Schuldezernenten Christel Fleischmann, wird es mög-lichst bald eine Modellschule in Darmstadt-Dieburg geben, in der alle Behinderten aufgenommen und mit Nicht-Behinderten gemeinsam unterrichtet werden. ,,Inklusive Schule" nennt sich dieses Konzept. ,,Und der große Zuspruch hier zeigt, dass das Thema die Szene bewegt", sagte die Grünen-Fraktionsvorsitzende im Kreisparlament, Brigitte Harth, am Donnerstagabend zur Begrüßung von 100 Teilnehmern an der Podiumsdiskussion in der Stadthalle Groß-Umstadt. (mehr / Artikel)

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20.02.2010 / Rillen und Noppen leiten Blinde

Eberstädter Straße - Behindertenbeauftragte des Kreises testen Ausbau in Pfungstadt - Akustische Ampelsignale fehlen

PFUNGSTADT. Gute Noten hat Andrea Soeder, Leiterin der Bezirksgruppe Südhessen des Sehbehinderten- und Blindenbunds Hessen, der Stadt Pfungstadt für den Ausbau der Eberstädter Straße gegeben. Zusammen mit Frank Schäfer, dem Behindertenbeauftragten des Kreises, war sie zu Besuch in Pfungstadt.

Gemeinsam mit Bürgermeister Horst Baier prüften die beiden die vor rund zwei Jahren umgestaltete Straße auf ihre Blindentauglichkeit. ,,Die Straße ist auch aus unserer Sicht optimal gestaltet", lobte Soeder nach dem Rundgang. Sie selbst ist sehbehindert, aber nicht erblindet, daher kann sie die Vorzüge für Menschen mit Sehproblemen oder Erblindung gut bewerten. ,,Das Leitsystem mit Bodenindikatoren im Bürgersteig funktioniert hier optimal", merkt sie an. Auch Rollstuhlfahrer kämen damit gut zurecht. Die an den Kreuzungen und Einmündungen eingebauten Absenkungen des Bürgersteigs aus einem speziellen weißen Pflaster mit noppenartigem Belag komme Sehbehinderten zugute, die auf den Tastsinn ihrer Füße angewiesen seien. Dem pflichtet auch Schäfer bei, der völlig blind ist.

Die beiden Beauftragten des Landkreises haben der Stadt Pfungstadt kaum Verbesserungsvorschläge zu machen, mit einer Ausnahme. ,,Es wäre schön, wenn die Ampeln an der Eberstädter Straße neben den Lichtsignalen auch akustische Signale für sicheres Überqueren geben würden", empfiehlt Andrea Soeder. Horst Baier nimmt den Vorschlag gerne an. Die Kosten für den Umbau auf akustische Signale beziffert er mit rund 500 Euro pro Ampel. Theoretisch sei ein solcher Umbau möglich, allerdings sei dies angesichts des Pfungstädter Haushaltsdefizits eine Frage der Finanzierbarkeit. ,,Wir werden ein neues Angebot einholen und den Umbau vornehmen."

Andrea Soeder strebt mit ihrem Engagement für Blinde und Sehbehinderte vor allem Verbesserungen im öffentlichen Raum und im öffentlichen Personennahverkehr an. ,,Es sind oft nur Kleinigkeiten, die den Unterschied in der Lebensqualität ausmachen", sagt sie. So sei es hilfreich, wenn in den Straßenbahnen und Bussen nicht nur auf Bildschirmen die nächste Haltestelle angezeigt werde, sondern auch durch eine Ansage. Eine solche Ansage wünscht sie sich auch an den Haltestellen, damit Blinde nicht erst ihre Mitmenschen fragen müssten, welcher Bus oder welche Bahn gerade an der Haltestelle vorfahre.

Strikt dagegen ist Andrea Soeder, dass Sehbehinderte durch eine gelbe Armmanschette gekennzeichnet werden. Das sei diskriminierend und ausgrenzend, erklärt sie. Sie spricht sich für den weißen Stock aus, mit dem sie selbst täglich unterwegs ist. Der sei international als Erkennungssymbol für diesen Personenkreis anerkannt.

Demnächst will Andrea Soeder weitere Gemeinden im Kreis bereisen und testen.

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Aktualisiert 20.01.2012

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